Rückblick auf den März

So kurz vor Ostern wird es für mich Zeit einmal einen Rückblick für den März 2015 zu schreiben.

Wie geht es mir heute? Physisch wie physisch glaube ich gerade gut aufgestellt zu sein, dass ich behaupten kann, dass ich mich sportlich nicht überfordere oder einen inneren Leistungsdruck verspüre. Mir macht das Maratahon-Training viel Freude und ich bin gut motiviert.

Im März habe ich insgesamt 435 Kilometer zurück gelegt, hier ist das Rennradfahren und Nordic-Walking inklusive. Gejoggt bin ich insgesamt 254 Kilometer. Ich wollte im März 300 Kilometer laufen: Realistisch ja, unnötig aber genau so: Ich kann mich auch mal auf mein Rennrad schwingen und radeln. Ja, ich habe einen Trainingsplan für den bevorstehenden Marathon, aber 1:1 möchte ich mich nicht danach halten. Rennradfahren tut meinen Beinen gut, meinem Kreuz wie Rumpf ebenfalls. Neben dem spüre ich wie meine aufgezeichnete Herzfrequenz eher im mittleren Bereich ist und dies relativ auf einem Level: Das ist sozusagen für mich die sportliche „Entschleunigung“, an der ich auch ein Interesse haben möchte.
Nur etwa 25 Kilometer hatte im Nordic-Walking-Stil gemacht: Entweder war Laufen angesagt oder Nordic-Walking war ein Ersatz für Nichtstun. Schade: Ich bin eine absolute Null was Rumpf- und Rücken-Kraft-Trainung anbelangt. Ohne eine gute Rumpf- und Rückenmuskulatur will ich erst gar nicht versuchen einen Marathon in 3 Stunden 15 Minuten zu laufen. – Für mich ist da Nordic-Walking aber wirklich eine ausreichende und gute Alternative.

Der März war in meinen Augen vollkommen in Ordnung, auch wenn ich mich wettertechnisch und krankheitstechnisch mal auch aussetzten wollte, musste. Ich kenne mich und kann präventiv auch mal einen Gang runter schalten, wenn ich nicht ganz fit bin.

Sehr zufrieden bin ich mit zwei oder drei (?) Intervall-Training-Einheiten: Die letzte Einheit waren acht 1000 Meter mit 500 Meter langsamem Traben. – 1000 Meter in 4:03 Minuten ist für ein Training voll okay*. Auf einer 400-Meter-Laufbahn wäre ich schneller aber das muss innerhalb eines Trainings nicht sein. – Wie auch immer: Ich hasse Intervall-Training. *Geschweige davon was mein „App-Plan“ vorschlägt. Hierzu später mehr.

Zufrieden bin ich auch mit längeren Tempodauerläufen. 15 km mit einer Pace von 4:34 Minuten pro Kilometer gehen in Ordnung. – Mit der Tatsache, dass ich bis zum Berlin-Marathon im September noch gut Zeit habe, sehe ich mich von der Tendenz her auf einem guten Weg.

Zufrieden bin ich auch in Sachen langsamen Dauerläufen: Ich habe jetzt „meine“ 35 Kilometer lange Strecke gefunden. Keine einzige Ampel. Kein Schotterweg. Sehr sehr sehr viele laaaaange Geraden. Nur eine Autobahnbrücke. Sehr wenig Kurven. Teils kilometerlange null Autoverkehr. Teils neuste Radwege ohne irgendwelche 40-Tonner-Schlaglöcher am Rande oder Baumwurzel-Erhebungen. Kein Kopfsteinpflaster etc. Ich habe heute (also bereits im April) das dritte mal „meine“ 35-km-Strecke gemeistert, die letzten zweimal mit 5.20 Minuten pro Kilometer. Auch hier mit dem Gefühl, dass da noch Luft nach oben ist und mich auch nicht überfordere.

Ich mag lange Strecken, das ist meine Stärke. Wenn ich es schaffe einmal in der Woche die 35 Kilometer laufe, so meine Hoffnung, wirkt sich dies positiv beim Marathon aus: Die dann restlichen sieben Kilometer sind dann vll. eine kurze Distanzerweiterung. Ich hoffe mein psychologischer Einfall wird dann nicht in Berlin zum Reinfall. 42,195 Kilometer im schnellen Tempo ist ein hartes Stück.

Generell muss ich meine leichte „Skepsis“ oder Unsicherheit zu den Trainingsplanen für Marathon-Läufe äußern: Ich halte mich an das Meiste aber teils habe ich das körperliche und psychische Empfinden, dass ich mehr kann und dann mache ich das auch teils.

Für mich persönlich ergibt es wenig oder keinen Sinn wenn ich morgen dem Trainingsplan folgen würde und ich 215 Minuten mit einer Pace von 6:15 min/km laufen solle. Die empfohlene Herzfrequenz sollte zwischen 137 und 147 liegen. – Heute hatte ich meinen 35-Kilometer-Lauf mit einer Pace von 5:20 min/km und einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 151. Habe ich zu Unrecht den Eindruck, dass ich wenn ich nur 6:15 min/km Zeiten jogge etwas falsch machen könnte?

Ich habe mir für den Mannheim-Marathon kurzfristig einen kostenpflichtigen Trainingsplan per App von Runnersworld anfertigen lassen. Ich wollt einfach mal wissen, was so ein Plan als App mit individuellen Personen- und Laufdaten als „Input“ so errechnet und vorschlägt. Nach der App errechnete mir diese, dass ich am 9. Mai 3:25:15 h:mm:ss für den Marathon brauche. Ich denke, das ist realistisch errechnet. – Wenn ich diesem aktuellen Marathon-Trainingsplan aber bis SEPTEMBER folgen würde, wäre mir aber schon die Anfahrt zu schade. Ich bin manchmal unschlüssig ob es nicht Sinn macht, den Runnersworld-Plan für den Mannheim-Marathon links liegen lassen soll und meinem 3:15 h:mm Plan aus dem Internet folgen soll, der ist für 16 Wochen ausgelegt und reicht überhaupt nicht bis September. ABER: Ich bin bereits HEUTE und MONATE vorher schon mehrmals in der Lage gewesen, dem 3.15 Plan zu folgen und die Zielzeiten etc. wurden oft eingehalten. … Eine andere App von Asics hat mir für den Berlin-Marathon auch etwas vorgerechnet mit dessen Vorschlägen ich nicht zufrieden bin, weil hier nur vier Trainingseinheiten pro Woche vorgesehen sind. Hier wurde mir vorgerechnet, dass ich mit einer Pace von 4:42 min/km leben muss, also nix mit meinen gewünschten, geplanten 4.37 min/km. Mich macht ein Überangebot solcher Rechnungen und Pläne irre, ganz ehrlich.

Zum Schluss möchte ich auch heute meinem Schatz danken, dass ich meinem Training nachgehen kann. Hab dich lieb mein Schatz. ;-)

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