Berlin-Marathon: Achte Trainingswoche

Am heutigen Sonntagmorgen regnet es (leicht), die Straßen sind leer und ich bin nicht „auf der Strecke“. Um ehrlich zu sein: Ich muss auch nicht. Diese Woche habe ich 72 Kilometer zurück gelegt und zweimal auch davon mit richtigem Tempo.

Die Woche begann mit einem 15 km langen Tempodauerlauf und einer neuen, reduzierten Nahrungsaufnahme in Form von einem Gel und Wasser. Statt meinen sehr leichten Adidas Tempolaufschauhe hatte ich meine „schweren“ aber gute Langlaufschuhe von Lunge an. Die Pace von genau 4:30 min/km war etwa 2 Sekunden pro Kilometer etwas langsamer: Das ist nahezu unbedeutend aber für mich interessant gewesen. Der Lauf war dennoch sehr gut und die freue daran war groß. Der Genuss am Laufe ohne Musik im Ohr war auch mal wieder gut.

Am Mittoch sollte / wollte ich 15 km laufen und eine 5:10 er Pace laufen. Bei leichtem Regen bin ich mal ohne Gedanken und fest vorbestimmter Route einfach losgelaufen. Ich bin Richtung Illenau, Oberachern, einem Teilstück von Fautenbach und durch Achern gelaufen und hatte mir damit wieder selbst einen Gefallen gemacht: Immer die selben Routen, immer die selbe Umgebung ermüdet den Geist und belatset u. U.  psychisch. Jede „neue“ Route kann für mich eine (positive) Herausforderung sein. Jeder neuer Weg zeigt mir Neues und löst das Eintönigkeit und bricht stehts die gleiche „Laufökonomie“ auf. Die Kehrseite war, dass ich hier und da mal schneller oder langsamer war und ich keinen eher konstanten Puls hatte: Ich mag das (noch) nicht und setzt mich unter Druck, wenn ich bei 180 oder mehr bin. Wobei: Schnaufen, Laufen, Denken kann ich dabei auch. Also, vll. mal kein Stress machen. „Ich möchte weiter ruhig weiterlauen“. Das hilft schon mental, psychisch aber auch körperlich.

Am Donnerstag hatte ich ein 3 x 3km Intervalllauf mit 4:25 Pace, ohne Musik im Ohr. Lief wieder gut, ohne irgendwelche Probleme, bis dass ich manchmal zu schnell lief und ich dies vermeiden möchte. Festgestellt hatte ich, dass ich gerade keinen „Bock“ mehr aud die Adidas Schuhe habe und froh bin, bald eine Alternative zu haben. Vll. sind die Adidas „durch“, sehen aber nicht so aus. 425 Kilometer habe ich mit den Aididas Adizero des Modeljahres 2016 seit August 2016 zurückgelegt: Da müsten nochmals 100 oder 200 Kilometer drauf, ohne, dass ich Kompfort- und Stabitlitäsprobleme bekommen sollte. Keine Ahnung, vll. ist es was „Pyhchologisches“. ;-) Auf einem anderen Laufschuhpaar, den Lunge Classic Run, habe ich nun 912 Kilometer oder vll. auch mehr hinter mir: Die haben zwar eine anderes Nutzungsprofil für mich, sind schwerer aber viel hochwertiger.

Am Freitag konnte ich aus organisatorischen Gründen erst gegen 20:15 Uhr meinen vorverlegeten Langlauf mit 30 Kilometern machen: Die Pace war auf 5:25 gerichtet und wurde auch von mir durchgezohen. Mit meinen weiteren Paar neuen Schuhen war ich motviert und ich lief auch in den ersten Kilometern richtig gut. Im letzten Drittel oder schon vorher habe ich festegesetllt, dass späte Abendläufe nicht gut für mich sind, zumindest momentan nicht. Der Tag davor mit einem Intervalltraining, ohne Ruhetag, der letzte Arbeitstag an sich in der Woche könnten ein Uhrsache sein, dass mein Körper einfach nicht wollten. – Mein Körper ist auf morgendlichen Sport „ausgerichtet“, da bin ich fit. Der Lauf war an sich teils viel zu anzustrengend. Ich bin mit Musik gelaufen, darauf hatte ich vll. verzichten sollen. Die Nahrungsaufnahme war ebenfalls nix: Ich habe gespührt, dass irgendwann meine Verdauung durch war, am arbeiten war, dass dies eben auch seine Leistung erfordert die sonst in den Beinen steckt. Mein Puls war teils viel zu hoch und ich zweifle momentan auch daran, dass die Technik zuverlässig läuft, „Altersermüdungen“ am HRM-Gurt hat. Fakt ist, dass ich nach dem spöten Ankommen gleich gespürt habe, dass dieser Laufabend nicht der beste war, vll. der schlimmste, aber auch der lehrrreichteste Lauf. Mit Tendenz zum Überlaufttraining mache ich heute nix, genau so wie gestern. Vielleicht starte morgen wieder oder erst am Dienstag: Regeneration, Ruhe sind auch wichtig und gehören zum Trainungsplan. ;-)

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